Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben! Jesus Christus

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18.08.2020

Endlich erschienen:

Galactic Effectuator
Jack Vance, 1980
Übersetzt von Andreas Irle
223 Seiten
Edition Andreas Irle, 2020
ISBN-13 978-3-936922-35-6
Preis: € 50,--

Bestellungen gern unter
info@editionandreasirle.de

In Miro Hetzel finden sich zwei Geschichten um den galaktischen Effektuator Miro Hetzel:

 „Das Touristenbüro von Hundsheim“

Sir Ivon und Hetzel nahmen wieder Platz. Ersterer fuhr mit seiner Darlegung fort. »Also dann – die Istagam-Sendungen stammen offenbar von Maz, was höchst bemerkenswert erscheint.«

»Daran besteht kein Zweifel. Was genau wollen Sie, dass ich unternehme?«

Sir Ivon warf Hetzel einen verwirrten Seitenblick zu, als wundere er sich über dessen Naivität. »Unser vorrangiges Ziel sind Informationen. Versuchen die Liss oder die Olefrakt geschäftlich in das Gaeanische Reich vorzudringen? Falls ja, werden sie es umgekehrt auch gestatten? Falls nein, wer oder was ist Istagam? Wie schaffen sie es, derart bemerkenswerte Einsparungen umzusetzen?«

»Das erscheint mir nicht kompliziert.«

Sir Ivon faltete die Hände über dem Bauch und blickte fort ins Leere. »Ich muss wohl kaum darauf hinweisen, dass Istagam eine Beeinträchtigung darstellt, welche letztendlich abgestellt werden muss. Natürlich spreche ich mich nicht für Sabotage oder Mord aus, das versteht sich von selbst. Dennoch, Sie haben Ihre eigenen Methoden, die Ihnen Ihren beneidenswerten Ruf eingebracht haben.«

Hetzel kniff die Brauen zusammen. »Damit scheinen Sie zu sagen, dass ich mir einen Ruf für Mord und Zerstörung erworben habe, den Sie beneiden.«

Sir Ivon warf Hetzel einen scharfen Blick zu und zog es vor, den taktlosen Witz zu ignorieren. »Noch etwas anderes, was mit Istagam verknüpft sein mag oder auch nicht. Zuweilen behalte ich gewisse wichtige Dokumente einen oder zwei Tage oder bis hin zu einer Woche hier in Harth, um sie zu studieren, sobald ich dazu die Muße habe. Vor etwa drei Monaten wurde ein Portfolio mit wertvollen Marketinginformationen vom Anwesen gestohlen. Diese Papiere würden meinen Wettbewerbern beträchtlichen Nutzen bringen; für Istagam wären sie von unschätzbarem Wert. Der Diebstahl wurde mit Finesse begangen; niemand hat den Übeltäter gesehen; er hat keine Spuren hinterlassen, und ich habe den Verlust erst bemerkt, als ich das Portfolio öffnete. Ich erwähne diese Angelegenheit, damit Sie vor Istagam auf der Hut sind. Die darin verwickelten Leute sind offenbar skrupellos.«

»Ich werde mir Ihre Warnung gewiss zu Herzen nehmen«, versicherte Hetzel, »vorausgesetzt, Sie entschließen sich, mir diese gefährliche und schwierige Angelegenheit anzuvertrauen.«

Sir Ivon hob die Augen zum Himmel, als suche er nach einem göttlichen Verbot vor Hetzels Habgier. Er langte in die Tasche und zog eine Broschüre hervor, die er dem Effektuator reichte. »Hier habe ich eine Karte von Axistil, veröffentlicht vom örtlichen Touristenverband auf Maz. Axistil ist, wie Sie sehen, eine sehr kleine Gemeinde. Die Plaza und das Triskelion stehen unter triarchischer Gerichtbarkeit. Der gaeanische Sektor ist grün gefärbt und umfasst den gaeanischen Raumhafen, das Hotel Beyranion, wo Sie untergebracht sein werden, und einen Teil der Siedlung, die als Hundsheim bekannt ist. Fern-Hundsheim, auf Gomaz-Territorium, befindet sich jenseits der gaeanischen Autorität und ist eine Zuflucht für Verbrecher und Gesindel. Der Liss-Sektor wird durch die purpurne Schattierung angezeigt und umfasst den Raumhafen der Liss. Der Olefrakt-Sektor ist mit den orangefarbenen Tupfen dargestellt.« Sir Ivon wurde ernst und leutselig. »Eine faszinierende Stadt, habe ich gehört. Ein Ort, der möglicherweise einzigartig in der Galaxis ist: ein Knotenpunkt dreier interstellarer Reiche! Stellen Sie sich das vor!«

„Die Nächste bitte!“ 

Die letzte Nachricht des Gedächtnissystems war nahezu auf die Minute genau vor drei Tagen empfangen worden, und diese Nachricht war es auch, die Hetzels stärkstes Interesse weckte. Er lauschte ihr ein zweites Mal: »Sie kennen mich nicht; ich heiße Clent – Conwit Clent. Meine Adresse lautet Villa Dandyl, Tangentstraße, Junis. Ich stehe einem höchst lästigen Problem gegenüber – zumindest erscheint es mir lästig. Ich hätte Sie auch nicht angerufen, nur dass die Angelegenheit einen gewissen Faurence Dacre betrifft und in diesem Zusammenhang Ihr Name gefallen ist. Nur am Rande, beeile ich mich hinzuzufügen. Ich wiederhole, dass die Angelegenheit äußerst wichtig ist, und Ausgaben spielen, innerhalb eines vernünftigen Rahmens, keine Rolle. Ich kenne Ihren Ruf und hoffe, Sie sind in der Lage, sich sobald als möglich mit mir in Verbindung zu setzen.«

Hetzel tätigte sogleich einen Ruf an Conwit Clent in der Villa Dandyl im schönen Hügelvorort von Junis.

Das Antlitz Conwit Clents erschien beinahe sofort auf dem Schirm: ein Gesicht, welches normalerweise unbekümmert und großzügig wirken musste, mit lockigem Blondhaar, einer wohlgeformten, wenn auch großen Nase und einem kantigen Klotz von Kinn. Die Züge waren nun ausgehärmt und verkniffen; die rötliche Haut besaß einen ungesunden grauen Unterton.

Hetzel stellte sich vor. »Bitte entschuldigen Sie den Verzug. Ich bin erst seit einer Stunde wieder in der Stadt.«

Clents Gesicht erschlaffte vor Erleichterung: »Ausgezeichnet! Könnten Sie hierherkommen, zu meinem Heim? Oder würden Sie es vorziehen, sich mit mir in der Stadt zu treffen?«

»Einen Augenblick, bitte«, entgegnete Hetzel. »Können Sie mir etwas mehr über den Fall sagen?«

Clent räusperte sich und blickte über die Schulter. Er murmelte unbehaglich: »Es handelt sich um etwas, was unter allen Umständen schwierig zu besprechen ist. Sie erinnern sich an Faurence Dacre?«

»Sicher.«

»Wussten Sie, dass er Chirurg geworden ist?«

»Ich habe ihn weder gesehen noch von ihm gehört, seit er die Schule verlassen hat.«

»Dann kennen Sie nicht seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort?«

»Nein.«

Clent seufzte unglücklich, nicht so sehr als Reaktion auf Hetzels Bemerkung, sondern eher, als ob sich gewisse eigene düstere Vermutungen in vollem Umfang bestätig hätten. »Wenn Sie hierher zur Villa Dandyl kommen wollen, erkläre ich alles im Detail, und Sie werden die Gründe für meinen Anruf zu würdigen wissen.«

06.04.2020

Meine Frau hat es heute endeckt und mir verraten! Tom Hillenbrand, dessen Thriller Qube im Februar erschienen ist, hat einen Blog über Magnus Ridolph geschrieben:

Tom Hillenbrand - Blog Januar 2020

Die Spatterlight-Ausgabe von Magnus Ridolph enthält übrigens ebenfalls alle 10 Geschichten. Die Druckausgabe der Edition Andreas Irle ist leider vergriffen.

Tom Hillenbrands Bücher gefallen mir sehr. In Sachen Kriminalistik seine Romane um Xavier Kieffer; die Zukunftsthriller Drohnenland, Hologrammatica und die Fortsezung Qube sind genauso zu empfehlen wie der Roman Der Kaffeedieb. Besuchen Sie Tom Hillenbrand auf seiner Homepage:

Homepage Tom Hillenbrand

08.01.2020

Matthew Hughes plant eine Fortsetzung der Dämonenprinzen-Serie von Jack Vance. Hier der Link zur Meldung:

die zukunft

17.07.2019

Auf Tor.com ist ein Artikel über die Tschai-Serie erschienen:

Culture or Madness? How Jack Vance’s Worldbuilding Redefined “Adventure”

20.04.2019

Erschienen:

 The Rapparee
Jack Vance, 1950, 1953
Übersetzt von Andreas Irle
154 Seiten
Edition Andreas Irle, 2019
ISBN-13 978-3-936922-34-9
Preis: € 50,--

Bestellungen gern unter
info@editionandreasirle.de

Paddy seufzte. Fay meinte: »Du bist so clever nicht. Du wolltest mir ja nicht glauben, als ich gesagt habe, der Punkt sei nicht auf der Klippe, sondern an deren Basis.«
Paddy stand der Sinn nach Streit. »Wie könnte das sein? Das Heilige Zeichen war da, genau wie es auf dem Fragment stand.«
»Unsinn«, versetzte Fay. »Du wirst schon sehen.«
Ihr Boot war unangetastet. Sie krochen hinein, versiegelten das Luk. Sie stieg auf den Pilotensitz. »Du hältst Ausschau.«
Sie ließ das Boot aufsteigen, vom Plateau schweben und es unter das Gas sinken, das sich leuchtendgelb durch das Beobachtungsfenster zeigte.
»Die Farbe stammt von schwebendem Staub«, erklärte Fay spontan. »Das Gas ist dicht, und der Staub sucht sich die Ebene seines eigenen spezifischen Gewichts und bleibt dort ewig schweben. Etwas weiter unten wird das Gas klar – wenigsten wurde es mir so berichtet.«
»Woraus setzt sich das Gas zusammen«, erkundigte sich Paddy. »Ist das überhaupt bekannt?«
»Neon-Kryptonit.«
»Eine seltsame Paarung«, bemerkte er.
»Es ist ein seltsames Gas«, entgegnete Fay scharfzüngig.
Nun ließ sie das Boot fallen. Der sonnendurchflutete Staub verschwand, und sie erblickten eine wunderbare neue Landschaft. Es glich nichts, was sie beide jemals zuvor gesehen hatten und nichts, was sie sich hätten vorstellen können.
Das gelbe Licht von Alpheratz war mit einem altgoldenen Überzug getönt, einem lohfarbenen Schein, der die Landschaft in ein unwirkliches dunstiges Märchenland verwandelte. Unter ihnen befand sich ein breites Tal mit Hügeln und Senken, welche in der goldenen Düsternis verschwanden. Zur Linken türmte sich die große Klippe von Kolkhorit auf, bis sie oben außer Sicht geriet. Fay folgte der Klippe, bis sie die Oberfläche durchbrach und ließ das Boot wieder fallen.
»Dort ist das Nordkap«, zeigte sie. »Und da das kleine Plateau – das ist genau der richtige Ort.«
Paddy erwiderte mit gedämpfter Stimme: »Ja, bei allem, was heilig ist, du scheinst dieses eine Mal recht zu behalten.«
»Schau!«, rief Fay. »Siehst du dieses Ding, das aussieht wie eine Sonnenuhr? Das ist es, was wir suchen.«

Fuchsteufelswild, bange und frustriert kehrte Paddy in die Quartiere der Dienerschaft zurück. Er legte die Portierskleidung ab und suchte sich den Weg zu den Baracken. Der Oberverwalter stand neben seiner Schlafwanne.
»Da sind Sie also! Hierher, Beeilung! Die Eröffnung hat stattgefunden und Sie sind jetzt an der Reihe. Holen Sie Ihre Ausstattung.«
»Ich brauche nur ein Kartenspiel«, erwiderte Paddy müde. Wie sollte er es Fay beibringen? Sie, die von seiner Findigkeit und Cleverness abhing … Sie mussten verschwinden. Sobald der Berater auf Seite 100 stieß, würde er nach dem Oberverwalter schicken und sich nach dem merkwürdigen literarisch gebildeten Portier erkundigen.
Paddy sagte zu dem Verwalter: »Ich glaube, ich spreche zunächst mit meiner Frau.«
»Gehen sie dort hinein!«, schrie der Verwalter. »Bevor ich Sie hineinprügele! Sie werden Ihre Frau zur angemessenen Zeit sprechen können.«
Der Ausgang war versperrt. Niedergeschlagen folgte Paddy dem Verwalter. Jeden Augenblick konnte das Furore ausbrechen. Ah ja, dachte Paddy, der Tod ereilt alle Menschen. Vielleicht hatte der Berater das Buch auch lediglich wieder zurückgestellt.
Hoffnungsvoller folgte er dem Verwalter eine Rampe hinauf in ein Vorzimmer zur Schaubühne. Der Verwalter gab ihn in die Obhut eines Badaus in roter und grüner Tunika. »Hier ist er – der Magier. Ich musste das gesamte Gebäude nach ihm absuchen.«
Der uniformierte Badau inspizierte Paddy scharf. »Wo ist Ihre Ausstattung?«
»Geben Sie mir einfach ein Kartenspiel«, entgegnete Paddy. »Das ist alles, was ich im Moment brauche.«
»Im Regal dort. Jetzt passen Sie gut auf. Sie sind nach der gegenwärtigen Darbietung an der Reihe. Treten Sie auf die Bühne; verbeugen Sie sich vor den Speisenden. Sehen sie zu, dass Ihr Humor, falls Sie Gebrauch davon machen, von kultivierter Natur ist; die Lords sitzen beim Mahl. Verbeugen Sie sich, bevor Sie die Bühne verlassen. Betragen Sie sich mit äußerstem Respekt. Das hier ist keine schmierige Taverne auf der Erde.«
Paddy nickte, stellte sich neben den Zugang zur Bühne, auf der eine irdische Frau einen exotischen Tanz vorführte. Die Musik drang aus einem Gitterband, welches um die Bühne herum verlief –, eine Musik von einer Stimmung, so warm und bezaubernd wie der Tanz selbst.
Das Badau-Publikum war aufmerksam, gespannt. Verdammte Satyrn, dachte Paddy und richtete seine Aufmerksamkeit auf den Tanz mit sich windenden, posierenden Drehbewegungen. Das Mädchen trug einen goldenen Stringtanga über den schlanken, aber reifen Hüften, eine Schulterbluse aus Gaze und einen hohen, pagodenähnlichen Kopfschmuck. Es war so geschmeidig wie fließendes Wasser. Seine Bewegungen waren die Pulsfrequenz steigend lassende Versprechen der Freude.
Die Musik wurde lauter und leiser, wurde melodiös, pikant, sanft und im Takt schneller bis zum Höhepunkt. Sich verflechtende Arme, Anheben des geschmeidigen lieblichen Torsos, Biegen der runden Beine, Zusammensinken in einem Knicks und Abgang von der Bühne.
»Puh!«, sagte Paddy mit glitzernden Augen. »Das wäre eine gute Schiffsgenossin für mich; da würde ich sogar die maevischen Frauen vergessen.«
»Magier Schwarz enthüllt antike Geheimnisse und Mysterien der Erde«, kündigte eine Stimme den Zuschauern an.

The Five Gold Bands: ein früher Roman Jack Vances, der in der Vance Integral Edition unter dem Titel The Rapparee erschien, was so viel heißt wie „irischer Bandit“. Und das ist Patrick Delorcy Blackthorn nun einmal, ein Ire und ein Bandit. Und hätte er seine kongeniale Partnerin Fay Bursill nicht, wäre Paddy aufgeschmissen.

Die Edition AI wünscht ein gesegnetes Osterfest!

24.11.2018

Erschienen
und heute an die
Abonnenten/Vorbesteller
verschickt worden:

Originalzusammenstellung
Geschichten von 1951-1952
Übersetzt von Andreas Irle
382 Seiten
Edition Andreas Irle, 2018
ISBN-13 978-3-936922-33-2
Preis: EUR 50,--

Inhalt:
Die zehn Bücher – The Ten Books
Goldmädchen – Golden Girl (deutsche Erstveröffentlichung)
Baum des Lebens – Son of the Tree
Der Tempel von Han – The God and the Temple Robber
Maskerade auf Dikantropus – Masquerade on Dicantropus
Der ungehemmte Roboter – The Uninhibited Robot (deutsche Erstveröffentlichung)
Dover Spargills große Dummheit – Dover Spargill's Ghastly Floater (deutsche Erstveröffentlichung)
Die Besucher – The Visitors
Sieben Ausgänge aus Bocz – Seven Exits from Bocz
Telek – Telek

Einige Geschichten in deutscher Erstveröffentlichung, andere, die nur noch schwierig zu bekommen sind, wie "Telek" oder "Der Tempel von Han", und natürlich die herausragende Titelgeschichte "Baum des Lebens": ein Fest für Vance-Leser!

Bestellungen gern unter oben rechts
angegebener E-Mail-Adresse.

08.11.2018

Hier eine knappe halbe Stunde Interview mit Werner Fuchs einer- und John Vance andererseits:
Wine and Paper: Das Erbe des Jack Vance.
Dazu einige Einblicke in das Rieverview-Haus der Vances in Oakland.

02.05.2018

ERSCHIENEN

und bereits auf dem Weg zu den Abonennten und Vorbestellern:

Vandalen des Weltraums

In einer Übersetzung von Andreas Irle
als Hardcover, in Fadenheftung, mit geprägtem Leinenbezug
196 Seiten
nummerierte Auflage, limitiert auf 150 Exemplare
ISBN-13 978-3-936922-32-5
Preis: EUR 50,--

Vorbestellungen bitte unter
rechts oben stehender E-Mail-Adresse

Das Weltraumzeitalter hat begonnen. Die inneren Planeten des Sonnensystems sind besiedelt. Vance beginnt den Roman mit einem, aus heutiger Sichtweise, altbackenem Vorwort. Es zeigt aber auch den unbedingten Zukunftsglauben und die Zuversicht in die Technik der Menschen jener Epoche.

Dick Murdock, fünfzehn Jahre alt, bricht von der Venus zum Mond auf. Dort soll er seinen Vater, den Chefastronomen des dortigen Observatoriums, treffen und eine Ausbildung beginnen. Doch kaum ist er auf der Reise, überkommt ihn ein ungutes Gefühl: Wird er den Mond überhaupt erreichen? Denn auf dem Weg dorthin liegt der berühmt-berüchtigte »Weltraumfriedhof«. In diesem verschwinden nämlich seit Kurzem Raumschiffe, und man munkelt, dahinter stecke ein Wesen namens »Der Basilisk«. Und tatsächlich bleiben, kurz vor dem Start zum Mond, die Nachrichten eines Schiffes aus, das auf dem Weg zur Venus ist. Was ist geschehen? Und was hat es mit dieser zwielichtigen Person namens Sende auf sich, die mit Dick zusammen an Bord des Schiffes zum Mond geht? Es sind nicht die einzigen Fragen, die sich im Verlauf der Geschichte ergeben …

»Vandalen des Weltraums«, Erstausgabe des Originals »Vandals of the Void« 1953, ist Jack Vances einziger Jugendroman. Man merkt, dass er hier einige wissenschaftliche Informationen vermitteln möchte. Interessant ist auch der Umstand, dass Vance, bekannt für seine bunt-exotischen Welten, es schafft, auch auf den eher von Schwarzweiß- und Grautönen beherrschten Mond, Farbigkeit in die Schilderungen zu bringen.

In der Geschichte sagt jemand: »Betrachtet man die Angelegenheit aus einer weiten Perspektive … herrschen heute Bedingungen, die nahezu identisch sind mit denen, welche die Piraten im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert hervorgebracht haben: ungeschützte Schiffe, die wertvolle Ladungen befördern, schlechte Kommunikationsmöglichkeiten, keine angemessene Polizeistreitmacht. Angesichts der gleichen Bedingungen und angesichts der menschlichen Natur ist es beinahe unvermeidlich, dass das Resultat das gleiche ist.«

Bei »Vandalen im Weltraum« handelt es sich, könnte man sagen, um ein Südseeabenteuer – um Piraten der Karibik im Weltraum.

Vance hat den Text zum Teil in Positano, Italien geschrieben. Dieser Ort ist auch der Schauplatz Vances in Deutsch noch nicht veröffentlichten Roman »Strange People, Queer Notions«.

18.04.2018

Das SF-Magazin Locus meldet, dass Weltraumoper (Space Opera) für den japanischen Seiun-Award nominiert ist. Und zwar in der Kategorie "Bester übersetzter Roman". Der Seiun-Award ist das japanische Pendant zum amerikanischen Hugo-Award.

28.03.2018

Patrick Dusoulier gestorben!

Patrick, Mitstreiter bei verschiedenen Treffen im Rahmen der Vance Integral Edition (VIE). Ich durfte Dich in Chinon und Mailand und 2006 in Paris treffen und Zeit mit Dir verbringen. Wir haben trefflich über Vance-Übersetzungen korrespondiert, und ich habe viel von Dir gelernt. Mögest Du Dein Leben in der Ewigkeit in Frieden genießen. Ich behalte Dich im Hier und Jetzt  in guter Erinnerung!

21.01.2018

Ich hatte Überraschungen auf dieser Webiste angekündigt. Nun habe ich die erste hochgeladen: Auf der Seite "Verleger". Ich habe beschlossen, einen Blog zu schreiben, mehr oder weniger regelmäßig, wie ich dazu komme und Lust und Laune dazu habe ...

Ich hatte übrigens nichts davon gesagt, ob es eine gute oder schlechte Überraschung werden wird: Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Also hier: 1. Blogeintrag

11.01.2018

Auf der Seite des Zauberspiegels

sind zwei Artikel von Heinrich Stöllner erschienen:

Jack Vance (I) - Die sterbende Erde

Jack Vance (II) - Die Äteren Inseln

06.12.2017

Möglicherweise wäre das was zum Anhören während der Lektüre des gerade erschienen Jack-Vance-Buches!?

Weitere Informationen unter

www.joestjohanser.co.uk

25.11.2017

ERSCHIENEN


In einer Übersetzung von Andreas Irle
als Hardcover, in Fadenheftung, mit geprägtem Leinenbezug

186 Seiten
nummerierte Auflage, limitiert auf 150 Exemplare
ISBN-13 978-3-936922-31-8
Preis: EUR 50,--

Bestellungen bitte unter
rechts oben stehender E-Mail-Adresse

Die Neunte Kompanie, eine Musikgruppe vom geheimnisumwitterten Planeten Rlaru, verschwindet während einer Gastspielreise auf merkwürdige Art und Weise spurlos von der Erde. Dame Isabel, Schatzmeisterin der Opernliga beschließt daraufhin, die Große Oper zwischen die Sterne zu tragen und den Einwohnern verschiedener Planeten die irdische Kunst nahe zu bringen. Die hervorragendsten Musiker und Sänger sind ihr dafür gerade gut genug.

Ihr Neffe, Roger, hat natürlich ganz andere Gründe, mit ihr auf Tournee zu gehen – genauer gesagt, nur einen Grund: Madoc Roswyn. Diese wiederum hat eigene Vorstellungen, was die Reise betrifft, und besitzt Mittel, diese in die Tat umzusetzen.

Begleiten Sie das Ensemble des Opernschiffes Phoebus auf ihrer einzigartigen Reise im Weltraum, und erleben Sie schließlich mit, was auf der legendären Welt Rlaru, die auf dem Tourneeplan selbstverständlich nicht fehlen darf, sondern gar den Höhepunkt darstellen soll, geschieht …

Mit »Weltraumoper« – »Space Opera« – nimmt Jack Vance die Bezeichnung dieser Spielart der Science Fiction augenzwinkernd wörtlich und die Leser mit auf eine Reise zu den Sternen und in die Welt der Großen Oper. So erleben wir mit, ob die werten Zuschauer, welche in den Genuss irdischer Musik kommen, diese auch zu goutieren verstehen.

Dame Isabel hat bereits Informationen über die Einheimischen von Zade erhalten und stellt die musikologische Gretchenfrage: »Und ich habe gehört, dass sie [die Einheimischen von Zade], in einem gewissen Sinne, Künstler sind. Das bedeutet, sie begreifen den kreativen Prozess, die Verfeinerung von Faktum zum Symbol und das Verwenden des Symbols, um Emotionen zum Ausdruck zu bringen?« Denn schließlich gibt es auch unter ihnen Künstler, die in der Lage sein sollten, den Schaffensprozess umzukehren und die den Werken zugrunde liegende Symbolik zu entschlüsseln – oder etwa nicht?

23.10.2017

Die Kunst der Esmerik

Ein Beitrag von Kai U. Jürgens

auf dem Internetportal

diezukunft.de

15.10.2017

Willkommen auf der neuen Internetheimat der Edition AI!

Die Arbeit und die aufgewendete Zeit haben sich gelohnt: Alles ist übersichtlicher, klarer. Unter Verlags/Verlagsprogramm kann man sofort erkennen, was lieferbar ist, was nicht mehr.

Sofern man die Seite komplett nach oben rollt, kann man die schönen ESA-Bilder in voller Pracht betrachten.

Und für die Zukunft gibt es die ein oder andere Überraschung.

Viel Spaß beim Stöbern!

Der nächste Vance-Roman ist im Übrigen bereits beim Drucker und wird in nicht allzu langer Zukunft erscheinen. Mehr dazu später ...

09.10.2017

Werner Fuchs hat einen Vlog (Videoblog) ins Netz gestellt:

Wine & Paper Teil 1:

25.09.2017

Der Heyne-Verlag hat ein E-Buch veröffentlicht:

Mit einem Klick auf das Bild gelangt man zu amazon.