{"id":243,"date":"2017-07-08T12:26:18","date_gmt":"2017-07-08T10:26:18","guid":{"rendered":"http:\/\/editionandreasirle.com\/?page_id=243"},"modified":"2017-11-11T13:21:53","modified_gmt":"2017-11-11T12:21:53","slug":"tim-stretton","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/editionandreasirle.de\/?page_id=243","title":{"rendered":"Tim Stretton"},"content":{"rendered":"<p>Tim Stretton habe ich im Rahmen des VIE-Projektes (VanceIntegralEdition) 2002 pers\u00f6nlich kennengelernt. Ich habe seine Romane gelesen, und <em>Dragonchaser <\/em>hat mir so gut gefallen, dass ich ihn gern \u00fcbersetzen und in Deutschland ver\u00f6ffentlichen wollte. So ist die Paperbackausgabe <em><a href=\"http:\/\/editionandreasirle.com\/?page_id=220&amp;preview=true\">Serendip<\/a> <\/em>entstanden<em>.<\/em><\/p>\n<p>Tim Stretton \u00fcber <em><a href=\"http:\/\/editionandreasirle.com\/?page_id=220&amp;preview=true\">Serendip<\/a><\/em>:<\/p>\n<p class=\"defaulttext\"><i>Serendip<\/i> wurde zum gr\u00f6\u00dften Teil im Jahre 2002 geschrieben und ist mein erster Versuch, ein Werk der Fantasy zu schreiben. Wieder ist der Einfluss von Jack Vance deutlich zu sp\u00fcren, doch w\u00e4hrend <i>The Zael Inheritance<\/i> [Strettons erster Roman] von den D\u00e4monenprinzen-B\u00fcchern inspiriert war, ist <i>Serendip <\/i>n\u00e4her an <i>Lyonesse <\/i>und vielleicht <i>Maske: Thaery<\/i>.<\/p>\n<p class=\"defaulttext\"><i>Serendip<\/i> ist von Beginn an als Fantasy ohne epische\/heldenhafte Dimension in der Art Tolkiens konzipiert worden. Diese Art der Fantasy ist wie eine Pflanze, die \u00fcberm\u00e4\u00dfig angebaut wurde und deren Boden aller N\u00e4hrstoffe beraubt ist. Mein Bestreben war es, einen Fantasyroman zu schreiben, in dem keine Elfen, Zwerge oder andere mythische Rassen vorkommen, der sich nicht um eine Suche oder eine verlorene Krone dreht, in dem keine Magie herrscht und in dem es keine \u2013 ich wiederhole \u2013 keine Drachen gibt \u2026<\/p>\n<p class=\"defaulttext\">Der k\u00fcnstlerische Sparkurs \u00fcberlebte nicht einmal die ersten Abschnitte des Buches. Meerjungfrauen wurden eingef\u00fchrt, weitgehend aus einer Laune heraus, aber sie funktionierten als Handlungselement so gut , dass sie ihren Platz im Buch rechtfertigen. Mehr als ein Leser sagte \u00fcber die Meerjungfrauenszene in Kapitel 1: \u00bbIch will sehen, wie du das hinbekommst.\u00ab Diese Reaktion reichte mir, um sie im Buch zu lassen.<\/p>\n<p class=\"defaulttext\">Auch die Magie wurde wieder eingef\u00fchrt. In vielen Fantasygeschichten\u00a0 gibt es Magier, die hemmungslos Zauber verwenden, selbst wenn in den besten von ihnen (wie beispielsweise in LeGuins Erdsee-Trilogie) ein Preis f\u00fcr eine solche Macht zu bezahlen ist. In <i>Serendip <\/i>besitzt die Magie eine andere Stellung: lange vor der Zeit, in welcher der Roman spielt, wurde sie missbraucht. Jene, die sie nun aus\u00fcben, sind Gesetzlose, die im Untergrund agieren m\u00fcssen. Und die Vorteile der Magie sind \u00e4u\u00dferst begrenzt. Die im Roman angewandte \u00bbAlte Kraft\u00ab dient vorwiegend einer begrenzten Hellseherei, und selbst diese schwindet mit dem Alter der Aus\u00fcbenden.<\/p>\n<p class=\"defaulttext\">Nichtsdestoweniger bleibt <i>Serendip <\/i>eine humanistische Art der Fantasy. Der Roman wird getragen von den Beziehungen zwischen den Charakteren, und ihre Beweggr\u00fcnde sind jene, die wir kennen: Ambition, Habgier, Loyalit\u00e4t, das Bed\u00fcrfnis nach einem Lebensziel und in manchen F\u00e4llen schlichte Langeweile. Der Held, Mirko, wei\u00df eigentlich gar nicht, was er \u00fcberhaupt will.<\/p>\n<p class=\"defaulttext\">Das Ergebnis ist ein Fantasyroman, der nicht jeden Geschmack treffen wird. Der Mangel an kennzeichnender, traditioneller Fantasy mag einigen Lesern nicht behagen, doch daf\u00fcr werden einige Kr\u00fccken f\u00fcr schwache Handlungsstr\u00e4nge und Charakterisierungen vermieden. In <i>Serendip <\/i>entfaltet sich die Handlung durch geplante Charakterdynamik\u00a0 und nicht durch unerwartete Zauberei. Und wenn Sie an Galeerenrennen Spa\u00df haben, umso besser!<\/p>\n<p class=\"defaulttext\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-281\" src=\"http:\/\/editionandreasirle.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/timstretton.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"223\" \/><\/p>\n<p>Weitere B\u00fccher von Tim:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Zael-Inheritance-Tim-Stretton\/dp\/1411652886\/ref=sr_1_8?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1279821191&amp;sr=8-8\">The Zael Inheritance<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Dragonchaser-Tim-Stretton\/dp\/1411648102\/ref=sr_1_7?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1279820081&amp;sr=8-7\">Dragonchaser<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Last-Free-City-Tim-Stretton\/dp\/1257036823\/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;qid=1494438367&amp;sr=8-6&amp;keywords=tim+stretton\">The Dog of the North<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Last-Free-City-Tim-Stretton\/dp\/1257036823\/ref=sr_1_6?ie=UTF8&amp;qid=1494438367&amp;sr=8-6&amp;keywords=tim+stretton\">The Last Free City<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/http:\/\/editionandreasirle.com\/?page_id=220\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-218 size-full\" src=\"http:\/\/editionandreasirle.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/serendip-bild.jpg\" alt=\"\" width=\"228\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/editionandreasirle.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/serendip-bild.jpg 228w, https:\/\/editionandreasirle.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/serendip-bild-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 228px) 100vw, 228px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier zwei Appetith\u00e4ppchen aus <em><a href=\"http:\/\/editionandreasirle.com\/?page_id=220&amp;preview=true\">Serendip<\/a><\/em>:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Einf\u00fchrung auf Formello, dem Sitz von Elektor Bartazan von Bartazan-Haus:<br \/>\nLiudas beugte sich vor und sprach leise zu Mirko: \u00bbDenken Sie daran \u2013 dies ist Formello, wo die Ereignisse f\u00f6rmlicher vonstatten gehen, als Sie gewohnt sein m\u00f6gen. Vermeiden Sie es, sich der Aufmerksamkeit der Elektoren aufzudr\u00e4ngen, und benehmen Sie sich, ohne offensichtliche Possen zu vollf\u00fchren. Warten Sie geduldig, bis der Elektor sich entschieden hat, die Gesch\u00e4fte mit Ihnen aufzunehmen. Trinken Sie nicht im \u00dcberma\u00df; Sie bringen sich damit nur in Verlegenheit und mehr noch den Elektor: in indirektem Sinne sogar mich. Sie werden viele Frauen zu Gesicht bekommen, die meisten von ihnen ansehnlicher, als Sie es gewohnt sind. Seien Sie versichert, dass allein Ihre Gewandung ausreichen w\u00fcrde, auch nur die Niedrigste von ihnen abzuschrecken, ganz zu schweigen von Ihrem flegelhaften Benehmen. In diesem Zusammenhang sei erw\u00e4hnt, dass jedwede L\u00fcsternheit, Vertraulichkeit oder T\u00e4ndelei nicht nur unlieb w\u00e4re, sondern uns\u00e4glich charakterlos.\u00ab\u00bbIhr schlagt also vor, ich sollte still in der Ecke stehen und versuchen, der Aufmerksamkeit der Gesellschaft zu entgehen, bis der Elektor sich entsinnt, warum er mich eingeladen hat?\u00ab\u00bbIm Wesentlichen, ja!\u00abAls er [Mirko] vor das Tor trat, sah er sich mit einem ungew\u00f6hnlichen Apparat konfrontiert. Auf einem gro\u00dfen, wei\u00dfen Schild stand:Dies ist DunklingSitz des Hauses Drall<i>Bitte die Troddel ziehen, die dem Status entspricht<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Schild befestigt waren verschiedenfarbige Seile, von denen jedes zur leichteren Identifizierung beschriftet war:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Peremptor oder dessen Repr\u00e4sentant<\/p>\n<p>Elektoren von Paladria oder deren Repr\u00e4sentanten<\/p>\n<p>Personen vornehmer Herkunft<\/p>\n<p>B\u00fcrger und Freie<\/p>\n<p>H\u00e4ndler, die eine Verabredung haben<\/p>\n<p>H\u00e4ndler, andere<\/p>\n<p><i>L\u00fcmmel und Vagabunden<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mirko hielt dieses System f\u00fcr kurios. W\u00e4hrend die Aufgabe von Koopendralls Personal leichter w\u00e4re, w\u00fcrden sich L\u00fcmmel und Vagabunden auf diese Art und Weise ank\u00fcndigen, schien es ihm, dass die richtig Abgefeimten aller Wahrscheinlichkeit nach so listig sein w\u00fcrden, eine andere Troddel zu ziehen. Er fragte sich, welche davon seinen Status repr\u00e4sentierte. Er unterdr\u00fcckte die starke Versuchung, die mit \u00bbL\u00fcmmel\u00ab gekennzeichnete zu ziehen und entschied sich nach kurzer \u00dcberlegung f\u00fcr \u00bbPersonen vornehmer Herkunft\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-221 size-full\" src=\"http:\/\/editionandreasirle.com\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/serendip-bild-kpl.jpg\" alt=\"\" width=\"513\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/editionandreasirle.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/serendip-bild-kpl.jpg 513w, https:\/\/editionandreasirle.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/serendip-bild-kpl-300x207.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 513px) 100vw, 513px\" \/><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tim Stretton habe ich im Rahmen des VIE-Projektes (VanceIntegralEdition) 2002 pers\u00f6nlich kennengelernt. Ich habe seine Romane gelesen, und Dragonchaser hat mir so gut gefallen, dass ich ihn gern \u00fcbersetzen und in Deutschland ver\u00f6ffentlichen wollte. So ist die Paperbackausgabe Serendip entstanden. Tim Stretton \u00fcber Serendip: Serendip wurde zum gr\u00f6\u00dften Teil im Jahre 2002 geschrieben und ist mein erster Versuch, ein Werk&nbsp;<a href=\"https:\/\/editionandreasirle.de\/?page_id=243\" class=\"read-more\">Weiter lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-243","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=243"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":672,"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/243\/revisions\/672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/editionandreasirle.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}